Integrationsberater Hr. Benz und Sparkassenfachwirtin Angela Waldmann mit Teilnehmern

Projekttag bei der Sparkasse Allgäu:

Wie gehe ich richtig mit Geld um?

Integrationsfachdienst Schwaben begleitet Förderschüler auf dem Weg in den Beruf

Warum soll ich sparen? Wie spare ich? Wie gehe ich überhaupt mit meinem Geld richtig um? – Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um den Umgang mit Geld erhielten sieben Schülerinnen und Schüler zwischen 17 und 19 Jahren jetzt bei einem Projekttag bei der Sparkasse Allgäu in Kempten. Dieser wurde vom Integrationsfachdienst (ifd) Schwaben organisiert, der die Schüler von Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung gerade beim Übergang von der Schule in den Beruf begleitet. In Kempten wird der ifd-Schwaben in Kooperation von Katholischer Jugendfürsorge (KJF) Augsburg und dem Diakonischen Werk Kempten betrieben.

„Der richtige Umgang mit Geld ist wichtig, da die Schüler nach der Begleitung durch den ifd-Schwaben häufig auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Anstellung finden und daher wie alle anderen Geld verdienen und sich ein selbständiges Leben aufbauen möchten“, erklärt ifd- Mitarbeiter Florian Benz, der den Projekttag zusammen mit seiner Kollegin Monika Prokesch organisiert und begleitet hat.

Sparkassenfachwirtin Angela Waldmann, Beraterin in der Filiale Kempten-Sankt Mang, beantwortete die vielen interessierten Fragen der Schüler und erklärte ihnen zum Beispiel auch, was eine Kreditkarte ist und wie Online-Banking funktioniert. Zur Übung wurden auch schon mal eine Überweisung ausgefüllt, was für alle Schüler eine Premiere war. Da die jungen Erwachsenen im Moment häufig noch zu Hause wohnen, sei es laut Waldmann besonders sinnvoll, wenn sie gerade am Anfang ihres Berufslebens einen Sparplan mit regelmäßigen Raten einrichten. „So könnt ihr euch später größere Anschaffungen leisten“, riet die Sparkassen-Mitarbeiterin.

Die ifd-Mitarbeiter Benz und Prokesch haben leider schon häufig erlebt, dass die Teilnehmer ihres Projekts „Übergang Schule Beruf“, nachdem sie einen festen Arbeitsvertrag erhalten haben, ihr komplettes Gehalt ausgeben und sich dann später beispielsweise keine eigene Wohnung leisten können. Auch darum ist es wichtig, dass die jungen Menschen neben Themen, die direkt mit dem Arbeitsleben zu tun haben, auch auf ganz lebenspraktische Dinge vorbereitet werden. Einen Tag in der Woche sind sie im Moment deshalb zu Projekttagen beim ifd-Schwaben, die anderen vier Tage machen sie alle gerade ein Langzeitpraktikum – etwa in einem Seniorenheim, in einem Hotel oder bei einer Firma für Landschaftsbau. Ziel der Arbeit des ifd-Schwaben ist es, dass die jungen Menschen eine sozialversicherungspflichtige Arbeit finden. Im vergangenen Jahr hat das bei sieben von acht Teilnehmern des Projekts „Übergang Schule Beruf“ geklappt.